Yoga mit Tieren – Entspannung für Mensch und Vierbeiner

In den letzten Jahren hat ein neuer Trend die Yogawelt erobert: Yoga mit Tieren. Was sich dahinter verbirgt und wie die süßen Vierbeiner mit in die Übungen integriert werden können, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Yoga mit Tieren, wie geht das?

Yoga ist eine sehr alte spirituelle Lehre mit Wurzeln im Hinduismus und Buddhismus. Ziel des Yoga-Weges ist die Selbstfindung durch die Verbindung von Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen) und Dhyana (Meditation). Viele Übungen im Yoga orientieren sich an Tierfiguren, z. B. der herabschauende Hund oder die Katze-Haltung.

Zudem sind Mensch und Tier seit deren Existenz eng miteinander verbunden. Denn der Mensch steht in wechselseitiger Abhängigkeit zur Natur und seinen Lebewesen. So finden Tiere seither ihren Einsatz für unterschiedliche Zwecke, z. B zum Verrichten von Arbeiten oder als Haustier.

Heute werden Tiere verstärkt in verschiedenen Therapieformen eingesetzt. Hier steht die die enge Bindung von Mensch und Tier im Vordergrund.

Im Tieryoga werden diese Komponenten vereint. , z. B. kann die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol beim Menschen gesenkt werden und der Blutdruck kann sich regulieren.

Welche Tiere sind für Yoga geeignet?

Beliebte Partner für tierische Yoga-Übungen sind Hunde, da sie eine besonders intensive Beziehung zum Menschen aufbauen und seine emotionalen Zustände spüren. Deshalb erfreut sich seit einigen Jahren das sogenannte „Doga“ als Hundeyoga wachsender Beliebtheit. Inzwischen existieren sogar Doga-Kurse, u. a. in Hundeschulen.

Grundsätzlich lässt sich Yoga aber auch mit anderen Tierarten durchführen, z. B. mit Katzen oder auch mit Ziegen für meditative Übungen. Wichtig ist, dass sie an den Umgang mit dem Menschen gewöhnt sind, auf Kommandos hören und ein eher ruhiges Gemüt haben. Damit steht den gemeinsamen Übungen nichts mehr im Weg.

Tierische Yoga-Übungen für mehr Entspannung

Hund, Katze und Co. als beste Freunde des Menschen sind nun auch bei körperlicher Betätigung und Meditation mit dabei. Mit diesen Yoga-Übungen tut ihr nicht nur eurem Körper etwas Gutes. Vielmehr hilft das gemeinsame Training mit eurem treuen Begleiter, Stress abzubauen und euch auf das Gegenüber noch intensiver einzulassen. Die Übungen sind vor allem mit trainierten Tieren gut zu absolvieren und auch für Yoga-Anfänger geeignet. Dabei steht nicht die korrekte Ausführung der Übungen durch die Tiere im Vordergrund, sondern der Spaß und die mentale Verbindung zueinander.

Übung 1: Der herabschauende Hund

Die Position hat ihren Namen nicht von ungefähr. Sie ist deshalb von dir und deinem Hund durchführbar. Dein Yoga Partner legt Kopf, Vorderbeine und den Oberkörper am Boden ab und streckt das Hinterteil in die Luft. Du kannst ihn zu dieser Haltung animieren, indem du ihm in Bodennähe ein Leckerli hinhältst.

Nun bist du dran: Für den herabschauenden Hund begibst du dich in den Vierfüßlerstand auf die Knie. Diese stehen hüftbreit auf der Matte und deine Hände befinden sich unter den Schultern. Stelle nun die Zehen auf, schiebe dein Gesäß nach hinten und oben. . Ziehe dein Gesäß nun noch weiter nach oben, führe deine Fersen zum Boden und versuche deine Beine durchzustrecken. Bleibe in dieser Haltung für fünf Atemzüge.

Der herabschauende Hund ist eine ausgleichende und entspannende Asana. Dadurch werden die Rückseiten der Beine sowie der untere Rücken gedehnt.

Übung 2: Die Kobra

Diese Yoga-Übung können Hunden und Katzen praktizieren. Dazu legen sich die tierischen Partner einfach auf den Bauch, der Oberkörper ist etwas aufgerichtet und der Kopf wird gerade gehalten.

Du kommst ebenfalls in die Bauchlage. Deine Beine sind geschlossen, die Hände positionierst du unter den Schultern und dicht am Körper. Richte nun deinen Oberkörper etwas auf, sodass die Brust sich vom Boden hebt. Ziehe die Schultern zusammen und schau nach vorn. Halte diese Position für fünf Atemzüge.

Mit dieser Übung wird die Rückenmuskulatur gekräftigt und der Brustkorb geöffnet. Sie wirkt anregend.

Übung 3: Meditation mit Streicheleinheit

Während der Meditation verharren wir konzentriert in Stille und sind mit unserem Geist auf die Atmung fokussiert. Dein tierischer Freund kann daran Anteil nehmen. Außerdem kann für die Meditation jedes Tier eingesetzt werden, z. B. auch ein Pferd oder eine Ziege.

Setze dich in einen gekreuzten Sitz mit aufrechtem Oberkörper. Das Tier liegt entspannt neben dir. Schließe nun deine Augen und lege eine Hand auf dein Gegenüber. Spüre seine Atmung. Versuche nun, deinen Atem immer ruhiger werden zu lassen und nimm wahr, ob sich auch der Atemrhythmus deines Tiers verändert. Sinke tiefer in die Entspannung.

Bleibe hier für etwa fünf Minuten. Anschließend vertiefst du deinen Atem wieder und beginnst mit sanften Streicheleinheiten bei deinem Yoga-Partner. Öffne nun deine Augen und genieße das beruhigende Gefühl.

Somit vereint Yoga mit Tieren die gesundheitlichen Vorteile aus Yoga und tiergestützten Gesundheitsprogrammen. Das ist Bewegung und Knuddelstunde in einem für einen entspannten Körper und Geist.

Doreen Böhme

Doreen Böhme

Sport begleitet Doreen schon seit ihrer Kindheit. Mit zehn Jahren begann sie zu fechten – zunächst hobbymäßig im Fechtsportverein, mit Beginn des Schulbesuchs an der Sportschule Dresden bald aber auch leistungsorientiert. 2006 begann sie, Yoga zu praktizieren und entdeckte darin ihre Leidenschaft, die sie zum Beruf machte. Seit 2013 ist Doreen hauptberuflich selbstständige Yogalehrerin mit Leib und Seele. Dazu konnte sie sich wertvolles Gesundheitswissen zum Thema Schmerztherapie aneignen und behandelt als Schmerzspezialistin nach Liebscher und Bracht körperliche Beschwerden mit Bewegung. Durch ihre jüngste Weiterbildung zum Integral Life Consultant wurde das psychische und mentale Wohlbefinden Doreens dritter Schwerpunkt.

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