Kompressionsbe­kleidung – Auswahl, Wirkung und Tipps

Du suchst nach der passenden Sportbekleidung für dein Training? Dann solltest du über Kompressionsbekleidung nachdenken. Warum und welche es gibt, erfährst du in diesem Artikel!

Was ist Kompressions­bekleidung?

Von Kompression hast du sicherlich schon einmal gehört. Vielleicht hattest du im Krankenhaus schon Kompressionsstrümpfe an. Aber nicht nur im gesundheitlichen Bereich ist Kompression unverzichtbar, auch im Sport unterstützt dich Kompressionsbekleidung bei deinem Training. Äußerlich unterscheidet sich die Kompressionsbekleidung kaum zu normaler Sportbekleidung.

Welche Wirkung hat Kompressions­bekleidung?

Der Unterschied zwischen Kompressionsbekleidung und Sportbekleidung liegt in der Funktion. Während normale Sportkleidung deinen Schweiß transportiert und deine Haut atmen lässt, unterstützt Kompressionskleidung zusätzlich deine Muskeln.

Durch Kompressionsbekleidung haben deine Muskeln mehr Energie und deine Performance wird somit gesteigert. Zusätzlich beugst du, durch den besseren Halt, Verletzungen vor und auch bei der Erholung deiner Muskeln unterstützt dich Kompressionsbekleidung. Ein weiterer Vorteil ist die Reduzierung von Muskelvibrationen, da durch die Kleidung mit Kompression der Muskel einen besser Halt hat.

Kompressions­bekleidung an heißen Tagen

Auch an heißen Tagen und bei schwächerem Bindegewebe ist Kompression im Sport hilfreich. Durch die Wärme weiten sich die Blutgefäße und das Blut gelangt nur langsam wieder zum Herzen zurück. Durch die verminderte Zirkulation kommt es zu Schwellungen. Deine Beine fühlen sich schwer und dick an. Kompressionsbekleidung unterstützt die Blutgefäße bei der Zirkulation und verbessert diese entsprechend. So kannst du auch an warmen Tagen dein Training wie gewohnt durchführen.

Tops, T-Shirts, Hosen und mehr

An Kompressionsbekleidung gibt es mittlerweile eine breite Auswahl zu kaufen. Zu den absoluten Klassikern gehören die Kompressions­strümpfe. Wachsender Popularität erfreuen sich laut Experten mittlerweile aber auch Tops, Sleeves, Pants und auch Kompressionssocken. Aber auch als Sportunterwäsche oder als Regenerationsbekleidung nach dem Sport werden komprimierende Materialien immer beliebter.

Welche Kompressions­bekleidung ist die richtige für Ausdauersport?

Radfahren und Lauftraining gehören nach wie vor zu den beliebtesten Ausdauersportarten. Vor allem bei Sommerhitze und bei schwächerem Bindegewebe sind die Venen übermäßig gefordert und die Leistung schwindet. Kompressionshosen, -socken und -strümpfe helfen dabei, die Blutgefäße zu schonen. Das unterstützt auf Dauer nicht nur die Venen selbst, sondern kann auch dabei helfen, die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Kompressionen in der unteren Körperhälfte verbessern die Zirkulation und das Herz kann insgesamt effizienter arbeiten. Zudem sind sie gut mit herkömmlicher Laufbekleidung kombinierbar. Kurze, lange und auch 3/4-Hosen haben mit den passenden Kompressionssocken eine praktische Ergänzung. Wichtig ist keine doppelte Kompression anzuwenden. Hier gilt nicht das Motto: „Viel hilft viel“! Doppelte Kompression wirkt sich negativ auf deine Leistung aus.

Sind Kompressionsshirts sinnvoll?

Aber auch die Arme brauchen Unterstützung: Sleeves helfen nicht nur bei der Rehabilitation von Verletzungen der Extremitäten, sondern sorgen auch für eine bessere Durchblutung. Oft ist auch die Rede von sogenannten Kompressionsshirts und -tops. Doch ein Shirt mit starker Kompression ist nicht hilfreich. Es wäre zu eng für den Oberkörper, besonders für den Brustkorb. Die Folge wäre Bluthochdruck, eventuell fühlst du dich auch schwindlig oder hast Kopfschmerzen. Deswegen haben Kompressionsshirts meist nur eine unterstützende Funktion. Sie verbessern die Haltung und sorgen dafür, dass der Schweiß effektiv nach außen transportiert wird.

Krafttraining mit der richtigen Kleidung effektiv fördern

Auch beim Krafttraining wird ordentlich Blut gepumpt – im wahrsten Sinne des Wortes! Das Herz ist nämlich nicht nur beim Ausdauersport voll im Gange. Hier ist es empfehlenswert, primär beanspruchte Körperteile mit Kompressionsbekleidung zu unterstützen. Besonders Oberschenkel und Oberarme müssen beim Krafttraining viel aushalten. Shorts und Sleeves sind dabei eine gute Hilfe und zudem vielseitig kombinierbar. So gelingt nicht nur das Training besser, auch die Verletzungsgefahr sinkt.

Robert Nikol

Robert Nikol

Robert ist Physiotherapeut mit Spezialisierung auf Sport- und Trainingstherapie. Schon seit seiner Jugend ist er leidenschaftlicher Radsportler und nahm bereits an vielen Rennen im deutschsprachigen Raum erfolgreich teil. So ist er zum Beispiel 6-facher Finisher beim Ötztal Radmarathon. Seit 2010 absolviert er außerdem Triathlons in allen Distanzen und Disziplinen - vom Sprint bis zum Ironman. Robert ist zudem Mitglied in einem Leichtathletikverein. Dort sitzt er nicht nur im Vorstand, sondern trainiert auch andere Mitglieder für den Triathlon. Wenn es seine Zeit erlaubt, fährt Robert gern Motorrad oder verbringt Zeit in der freien Natur.

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