E-Scooter – Die neue Mobilität in der Stadt

Sie flitzen dir in Parks, auf Radwegen und sogar auf der Straße entgegen: Elektroroller. Der E-Scooter verspricht Spaß und Schnelligkeit in kompaktem Format. Aber was musst du als Rollerfahrer beachten? Wir klären auf und geben dir wichtige Tipps.

Welche E-Scooter dürfen überhaupt auf die Straße?

Der wichtigste Punkt zuerst: Wenn du mit einem Elektro Scooter durch die Stadt düsen möchtest, so braucht dein Gefährt eine gültige Straßenzulassung.  Ein E-Scooter muss also bestimmte Kriterien für den Straßenverkehr erfüllen. Dazu gehören:

  • Eine allgemeine Betriebserlaubnis
  • Eine vollständige Beleuchtung mit Frontlicht, Schlusslicht, Rückstrahler und Seitenreflektoren
  • Eine Maximalgeschwindigkeit von 20km/h
  • Eine Klingel
  • Mindestens zwei unabhängig bedienbare Bremsen
  • Eine Haftpflichtversicherung für den E-Roller mit entsprechendem Aufkleber

Daten und Fakten zu Akku, Laufleistung und Gewicht

Auch wenn die Elektrotretroller nur 20 km/h fahren dürfen, schmälert das den Spaßfaktor keineswegs. Der E-Motor und ein ausreichend dimensionierter Akku machen sie zu einem komfortablen und entspannten Fortbewegungsmittel. Die Reichweite eines Akkus hängt vom Hersteller ab und liegt zwischen 12 und 40 km. Mit einem zusätzlichen Akku schafft der E-Scooter sogar 60 km. Damit kommst du ohne Probleme an dein gewünschtes Ziel. Du kannst deinen E-Roller übrigens einfach an der heimischen Steckdose aufladen. Dies dauert zwischen 2 und 5 h. Mittlerweile gibt es auch öffentliche Ladestationen für die E-Scooter.

Je nach Leistung und Gewicht des Motors wiegen kleine leichtere Modelle zwischen 7 und 12 kg und sind oftmals sogar klappbar. Das macht sie besonders praktisch für den Transport im Alltag. Die leistungsstärkeren Geräte bringen aber durchaus bis zu 16,5 kg auf die Waage.

E-Scooter sind mit einer Handbremse und einer zusätzlichen Fußbremse am Hinterrad ausgestattet. Um in Fahrt zu kommen, musst du den E-Roller nur kurz antreten und kannst dann komplett ohne weiteren Kraftaufwand fahren. Beschleunigt wird per Gashebel. Wenn du das erste Mal mit einem Roller unterwegs bist, so teste ihn besser vorher in einer ruhigeren Umgebung. So kannst du dir ein Bild zum Brems- und Kurvenverhalten machen und bist gewappnet für den regen Stadtverkehr.

E-Scooter leihen oder kaufen: Roller-Sharing in der City

Sehr häufig werden die E-Scooter über Sharing Dienste genutzt. Bereits in 58 deutschen Städten sind sie zu finden, z. B. in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Um diese Dienste zu nutzen, brauchst du die App des jeweiligen Anbieters, die dir dann die verfügbaren Modelle im Umkreis anzeigt. Schnell noch die Zahlungsmethode angegeben und schon kann der Spaß losgehen. Allerdings hat es das Ausleihen finanziell in sich, nämlich 1 € Grundgebühr sowie je nach Anbieter 15 bis 20 Cent pro Minute. Längere Strecken können also durchaus teuer werden.

Wer sich selbst einen E-Roller anschaffen möchte, muss zunächst auch tiefer in die Tasche greifen. Elektro Scooter mit Straßenzulassung kosten derzeit je nach Hersteller zwischen 400 bis 1700€.

Welche Variante sich mehr für dich lohnt, hängt von der Häufigkeit und Intensität des Fahrens ab. Für gelegentliche Touren in der Freizeit ist das Sharing die sinnvollste Option. Willst du den Roller dagegen tagtäglich nutzen, kommt eher ein Kauf für dich in Frage.

Übrigens: Ein Führerschein ist für das Fahren eines E-Rollers nicht erforderlich. Allerdings musst du mindestens 14 Jahre alt sein, um ihn fahren zu dürfen. Für das Ausleihen musst du 18 Jahre alt sein.

E-Scooter-Aufladen

 

Riskanter Fahrspaß? – E-Scooter Sicherheitsbestimmungen

Elektroroller sind zwar beliebt, stehen aber auch in der Kritik durch ihr doch zunehmendes Unfallaufkommen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es schon erste Verbotszonen in einigen Städten gibt, sowie eine E-Scooter-Verordnung.

Folgende Punkte musst du im öffentlichen Verkehr berücksichtigen (Stand Oktober 2019):

  • E-Scooter No-Go-Zonen sind Gehwege und Gehsteige
  • Fahre mit dem Roller ausschließlich auf Radwegen, Radstreifen oder ggf. der Straße
  • Passe dich stets dem Fußgängerverkehr an
  • Nutzt du zusätzlich öffentliche Verkehrsmittel, so kannst du deinen Elektroroller mitnehmen, benötigst aber unter Umständen eine extra Fahrkarte wie beim Fahrrad
  • Abstellen und Parken der Roller ist an Straßenrändern, auf Bürgersteigen, Grünstreifen und in Fußgängerzonen erlaubt. Du darfst aber keine anderen Verkehrsteilnehmer behindern
  • Es gibt gesonderte Verbotszonen, z. B. an Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor in Berlin
  • Ein Helm ist nicht Pflicht und doch solltest du ihn tragen. Er schützt dich bei Stürzen und anderen Unfällen

Für zusätzliche Sicherheit verfügen einige Modelle bereits über einen separaten Schritttempomodus mit 6km/h.

E-Scooter-im-öffentlichen-Verkehr

 

Die Nachhaltigkeit des Elektrorollers

Die Frage nach der Co2 Bilanz eines Rollers ist umstritten. E-Scooter sollen als neue leise und emissionsfreie Fortbewegungsmittel das Verkehrsbild verändern. Es kommt allerdings auf einige Faktoren an, inwieweit diese wirklich nachhaltig sind oder nicht.

Dies beginnt bereits bei der Herstellung der Batterien und endet bei der Nutzungsdauer. Außerdem spielen noch die Art des zugeführten Strommixes eine Rolle sowie die Wahl zwischen Leihen oder Kaufen. Einige Sharing Anbieter stehen in der Kritik, ihre Roller zum Aufladen mit Benzin betriebenen Fahrzeugen einzusammeln oder auch einige Geräte nach wenigen Monaten bereits auszutauschen. Als Ersatz zum Auto sind Elektroroller für kurze Strecken aber definitiv eine Alternative.

Schon gewusst? – 4 überraschende Fakten zum E-Scooter

  1. Einige Modelle von E-Scootern haben einen integrierten Sitz verbaut für noch mehr Fahrkomfort
  2. Die meisten Roller verfügen über Bluetooth-Signal und USB-Anschluss, womit du die Beleuchtung des Rollers per App steuern bzw. dein Handy während der Fahrt laden kannst
  3. Du kannst nun auch Google Maps für deine E-Scooter Touren nutzen. Dies ist zurzeit in Hamburg, Berlin, München und Köln möglich. So findest du den nächsten Roller viel einfacher und siehst auch den genauen Streckenverlauf bis zum Ziel
  4. Mit Roller-Sharing kannst du sogar Geld verdienen. Ob Lime Juicer, Bird Charger oder Tier Ranger, als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Diensten bist du für das Aufladen der E-Scooter verantwortlich

Fazit: Elektrische Scooter bringen Fahrspaß mit Grenzen

Der E-Roller hat auf alle Fälle einen hohen Spaßfaktor und ist durch seine kompakte Größe auch in der Regel sehr praktisch zu transportieren. Schnell von A nach B zu kommen, ist mit einem Elektro Scooter mit Straßenzulassung kein Problem. Allerdings gibt es ein paar rechtliche Einschränkungen, welche du als Fahrer beachten musst, z. B. wo du fahren darfst. Außerdem solltest du abwägen, ob du dir einen Roller kaufen oder leihen willst. Ebenso zu bedenken ist die Umweltfrage.

Was beim E-Scooter etwas kurz kommt, ist der Bewegungsaspekt. Hier hast du zwei Möglichkeiten: Durch sein relativ geringes Gewicht kannst du den Roller auch wie einen normalen Tretroller anschieben. Willst du dagegen Geschwindigkeit und mehr Bewegung, bist du auch durchaus mit einem E-Bike gut beraten.

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